Author : redaktion

Kurpfalz Gala light; Weinheim, 01.08.2020 Malaika Mihambo (LG Kurpfalz); Kurpfalz Gala light am 01.08.2020 im Sepp-Herbe

Gefährliche Sprints

Köln, 04. Mai

Liebe Leserinnen und Leser, Malaika Mihambo startet auf „krummen Strecken“ in Pliezhausen in die Saison. Eine tolle Nachricht für alle Leichtathletik-Fans und natürlich vor allem für die Macher des Läufermeetings, die damit die nächste hochkarätige Sportlerin auf den ungewohnten Distanzen willkommen heißen dürfen. Umso trauriger ist es, dass auch diese Veranstaltung natürlich ohne Zuschauer stattfinden wird. Wie dem auch sei: Ein Gewinn für die Veranstalter ist eine Zusage der Weitsprung-Weltmeisterin auf jeden Fall. Und aus sportlicher Sicht? Da habe ich ehrlich gesagt meine Zweifel.

In der letzten Saison gab es kaum einen Freiluft-Wettkampf, bei dem die Athletin der LG Kurpfalz das Brett getroffen hat. Und jetzt – nur elf Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele – sprintet Mihambo erneut in die Saison. Ob das dem Anlauf-Rhythmus für den Weitsprung wirklich hilft? Einige ehemalige und auch aktive Weitspringer haben die Doha-Weltmeisterin genau davor gewarnt. Hinzu kommt, dass die „krummen Strecken“ in Pliezhausen noch mal andere Distanzen sind, die völlig ungewohnt sind. Oder schielt die deutsche Aushängesportlerin doch nebenbei auf die 4×100-Meter-Staffel in Tokio? Eine Teilnahme hatte sie nie ausgeschlossen, auf Kosten ihrer Paradedisziplin sollte dies aber nicht gehen. So sehr ich mich auch freue, dass Mihambo in Pliezhausen an den Start geht, so sehr zweifle ich, ob dies wirklich der richtige Aufgalopp in die Olympia-Saison ist, die Mihambo in allererster Linie als Weitspringerin bestreiten sollte. Hoffen wir, dass alles klappt. Ich drücke die Daumen.

Jonas Giesenhagen

Dortmund, Deutschland 09. Februar 2020: PSD Bank Indoor Meeting Dortmund - 2020 Cindy Roleder (GER/SV Halle e.V.) vernei

Niemals aufgeben

Köln, 28. April

Liebe Leserinnen und Leser, ist eine Schwangerschaft gleichbedeutend mit dem Karriereende? Definitiv nicht. Das will uns, aber vor allem auch sich selbst, nun auch Cindy Roleder beweisen. Die Hürdensprinterin erzählt im Interview ihren Comeback-Plan und spricht über die Rolle zwischen Hochleistungssportlerin und Muttersein. Wie man beides in der Leichtathletik unter einen Hut bekommt, zeigt seit Monaten Christina Schwanitz. Die Zwillingsmama hat eine gute Balance gefunden. Zu Hause versucht sie, ihre Kinder so gut wie möglich in das Training einzubeziehen. Hinzu kommt eine klare Aufgabenverteilung, welche die Ausübung von Leistungssport überhaupt erst ermöglicht. Ab 17 Uhr übernimmt ihr Mann die Kinder, dadurch kann die Kugelstoßerin vier Mal in der Woche abends im Sportforum zu Chemnitz trainieren. 2017 wurden ihre Kinder geboren, 2019 wurde Schwanitz in Doha WM-Dritte. Nicht das einzige positive Beispiel in der Leichtathletik. Auch Allyson Felix und Shelly-Ann ­Fraser-Pryce haben als Mütter große Siege gefeiert. Felix durfte zudem auch auf privater Ebene jubeln. Nach ihrer Schwangerschaft bot ihr Sportartikelhersteller Nike zunächst einen schlechter dotierten Vertrag an. Es folgte ein Protest mehrerer US-Sportlerinnen, der dazu führte, dass Nike ankündigte, schwangere Leistungssportlerinnen künftig nicht mehr finanziell zu diskriminieren. Und selbst während einer Schwangerschaft ist vieles möglich. So gewann Schwanitz den Titel bei den Deutschen Meisterschaften, während sie im fünften Monat mit ihren Zwillingen war. Stark, meint

Jonas Giesenhagen

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Fairer Umgang wichtig

Köln, 21. April

Liebe Leserinnen und Leser, im Juni 2018 haben Sie hier im Leichtathletik-­Magazin eine Titelstory zum Thema „­Soziale Medien in der deutschen Leichtathletik“ gelesen.

Das Fazit lautete damals: Viele Athletinnen und Athleten haben das Potenzial der digitalen Netzwerke noch nicht erkannt. Vor allem aus wirtschaftlicher Sicht bestehen bei ­Instagram und Co. durch Werbeposts oder ­Kooperationen durchaus Verdienstmöglichkeiten – vorausgesetzt man hat genug Follower hinter sich. Für Profisportler, die es finanziell nicht leicht haben, ist das eine große Chance. Deswegen haben wir nun, drei Jahre später, noch einmal einen ausgiebigen Blick in die sozialen Medien geworfen und dort nach deutschen Leichtathletinnen und Athleten Ausschau gehalten. Und tatsächlich, es hat sich etwas getan! Fast alle geförderten Sportler sind mittlerweile in den sozialen Medien aktiv.

Viele von ihnen betreiben extrem hohen Aufwand für die Pflege ihrer Online-Accounts, obwohl nur ein Bruchteil tatsächlich wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen kann. Das ist nicht selbstverständlich und verdient Respekt! Denn in erster Linie profitieren von diesem Engagement die Fans, die unmittelbar am Trainings- und Wettkampfalltag ihrer Idole teilhaben können. Schade ist derweil, dass der Druck in den sozialen Medien nach wie vor enorm groß ist. Das gilt auch für Profisportler. Eine schlechte Leistung, ein nicht perfekt inszeniertes Bild und schon droht ein Shitstorm. Das muss aufhören! Schließlich soll Social Media nicht nur den Fans, sondern auch den Athleten Spaß machen. Meint

Peter Stroß

13.09.2020, xkaix, Leichtathletik, Frankfurt Half Marathon Invitational 2020 emspor, v.l. Arne Gabius (TherapieReha Bot

Nicht verdient

Köln, 14. April

Liebe Leserinnen und Leser, ist das nicht ein unschöner, ja nahezu unwürdiger Abschluss der Karriere des Arne Gabius!? Ich hätte ihm die Olympia-Teilnahme sehr gegönnt. Damit möchte ich sicherlich keine anderen deutschen Athleten diskreditieren, jedoch gibt es doch in nahezu jeder Disziplin die eine Person, die gefühlt seit Ewigkeiten dabei ist und zu der man eine ganz besondere Verbindung aufgebaut hat. Dies meine ich selbstverständlich rein sportlich. Wenn ich zurückdenke, so war Gabius stets mit dabei. Erst auf der Bahn, dann später auf der Straße. Jedenfalls war und ist er das Gesicht der ­deutschen Langstrecken-Szene. Aber in Tokio wird er eben nicht dabei sein. Wirklich schade. Hatte er doch 2016 in Rio de Janeiro verletzungsbedingt absagen müssen. So bleibt seine Geschichte leider unvollendet – auch weil der 40-Jährige zu seinem Dienst als Assistenzarzt in der Kardiologie in Stuttgart am kommenden Sonntag steht. Absagen, verlegen oder einen Ersatz suchen kommt für Gabius nicht infrage. Menschlichkeit über ­seinen persönlichen Traum zu stellen, verdient höchsten Respekt. Im Alter von 40 noch mal bei Olympia teilzunehmen – es wäre ein schöner Abschluss gewesen.
Heute gilt der Dank nicht nur Gabius für eine tolle Karriere, auch bei Ihnen möchte ich mich herzlich für die reichlichen Zuschriften zum Thema „Genderfrage“ bedanken! Es hat mich gefreut zu lesen, wie viele Leser sich aktiv einschalten. Der Tenor: Sprache und Leserlichkeit vor ­Gendern. Das nehmen wir so mit! Bleiben Sie gesund, wir lesen uns kommende Woche wieder. Herzlich

Jonas Giesenhagen

Spitzenleichtathletik Luzern Lueckenkemper Gina Pinto Tatjana *** Top athletics Lucerne Lueckenkemp

Die Genderfrage

Köln, 30. März

Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, dass wir Ihnen in dieser Woche wieder eine spannende Doppelausgabe mit vielen interessanten Themen anbieten können. Unser Nachbericht von der Superspreader-EM mit einem Interview von Mateusz Przybylko, der klare Missstände des Hygienekonzeptes offenlegt, dazu ein Gespräch mit Heike Drechsler, in dem sie offen über ihre Dopingvergangenheit spricht.

Trotz der starken Inhalte soll es heute an dieser Stelle mal um etwas ganz anderes gehen: Die Genderfrage. Immer mehr Medien nehmen sich den Wünschen der Leserschaft an und gendern konsequent in Artikeln. Wie Sie sicherlich schon gemerkt haben, gibt es bei uns ganz bewusst (noch) keine festen Regeln, weil wir dies den Autor/innen selbst überlassen möchten. Die eine schreibt so, der andere so. Einige Kolleg*innen nutzen zum Beispiel ein Sternchen, andere verzichten gänzlich aufs Gendern, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen. Ich selbst halte es recht simpel und gendere im Falle einer Ersterwähnung, im fortlaufenden Text verzichte ich dann darauf.

Nicht, weil ich nicht jede/n Leser/in einzeln ansprechen möchte, jedoch, weil die vielen Sternchen und Striche den Textfluss nicht unbedingt angenehmer machen. Ich möchte Sie fragen, wie Sie zu dieser Thematik stehen! Schreiben Sie uns eine Mail an ­leichtathletik@rfw-koeln.de und erklären Sie uns, warum sie darauf bestehen, dass in Texten gegendert wird – oder eben nicht. Nach dem kleinen Grammatik-Exkurs wünsche ich Ihnen nun viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe! Bleiben Sie gesund,

Jonas Giesenhagen

2020/11/17 Tokyo, IOC President Thomas Bach visits the National Stadium (Olympic Stadium) during his 3 Day stay in Tokyo

Keine Diskussion

Köln, 16. März

Liebe Leserinnen und Leser, ein Fass aufmachen wegen Olympia? Das lassen wir vom Leichathletik-Magazin in diesem Jahr sein! Selbstverständlich nicht, wenn es um die Vergabe kommender Spiele geht, aber, wenn wir von Tokio 2021 reden. Das Internationale Olympische Komitee hat sich entschieden und wird eine Austragung gewähren. Daran habe ich keine Zweifel mehr. Gerne können wir darüber diskutieren, in welcher Form die Spiele stattfinden können, dass sie stattfinden, dürfte hingegen klar sein. Weltweit finden wieder internationale Turniere – teilweise mit Zuschauern, teilweise ohne – statt.

Der Tennis-Zirkus ist längst wieder unterwegs, die Europameisterschaft der besten Fußballer unter 21 steht in den Startlöchern, und auch die Olympia-Pläne schreiten voran. Wenn dafür die Fans draußen bleiben müssen, so wird man dies in Kauf nehmen. Die Frage, ob (einheimische) Fans vor Ort sein dürfen, soll noch im März fallen – wir dürfen gespannt sein. „Sichere und geschützte“ Spiele sollen es laut IOC-Präsident Thomas Bach werden. Ob seine Aussagen, den Athletinnen und Athleten eine Gratis-Impfung anbieten zu wollen, dabei helfen wird, bleibt abzuwarten. Die Verschiebung und die Mehrkosten durch Corona-Maßnahmen beläuft sich dabei wohl auf bis zu 2,3 Milliarden Dollar.

Nicht gerade wenig. In diesen Zeiten wohl nicht das beste Zeichen. Wie dem auch sei, es gibt kaum Zweifel an den Olympischen Spielen – zumindest nicht in Funktionärs- und Athletenkreisen. Wird schon irgendwie klappen.

Jonas Giesenhagen

Torun Polen, Athletics, Leichtathletik, European athletics indoor Championships 2021, Leichtathletik-Europa-Hallenmeiste

Kein Spektakel

Köln, 9. März

Liebe Leserinnen und Leser,
mit welchen Gefühlen haben Sie die Hallen-Europameisterschaften in Torun am Wochenende verfolgt? Schön, dass es wieder einen umfassenden Livestream gab. Schade allerdings, dass im TV kaum Bilder zu sehen waren und sich das Medienecho auch ansonsten in Grenzen hielt. Ich bin ehrlich zu Ihnen: Mein Gefühl ist, dass das Interesse an der Leichtathletik derzeit immens abnimmt. Nicht bei Ihnen, nicht bei mir, aber beim „normalen“ Zuschauer, der eben nur dann einschaltet, wenn eine Gina Lückenkemper im Finale vor 60.000 Zuschauern sprintet oder Malaika Mihambo vor einer WM- oder Olympia-Kulisse über sieben Meter springt.
Aber so eine Hallen-EM ohne Zuschauer, ohne Atmosphäre, ohne echte (TV-)Präsenz? Das lockt vielleicht uns vor den Livestream oder Ticker, mehr aber auch nicht. Ohne Zuschauer, ohne Atmosphäre gehen die Wettkämpfe einfach vorüber. Es gibt keine Hochs, keine Tiefs. Am Wochenende, so zumindest mein Gefühl, war man darum bemüht, alles möglichst glimpflich über die Bühne zu bringen und sich an alle Regeln zu halten. Das ist auch richtig so, aber wie lange kann das noch gutgehen?
Während die Menschen bei Fußballspielen vor leerer Kulisse einschalten, schalten sie bei der Leichtathletik ab. Jeder Sport, der nicht König Fußball ist, braucht Fans und Emotionen, um die Menschen daran zu binden. Bitte bald auch wieder in der Leichtathletik!

Jonas Giesenhagen

Zwiespalt

Köln, 23. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, wie haben Sie sich am Wochenende gefühlt? Vielleicht haben Sie den Live-Stream der Deutschen Hallenmeisterschaften verfolgt, vor Ort waren Sie ja dieses Mal nicht. Der Stream war wirklich gut. Mit Kommentar, aus verschiedenen Kamera­perspektiven – das gibt es sonst nicht bei einer DM in diesem Umfang. Und doch blieb immer der bittere Beigeschmack, dass dies allein der Situation geschuldet ist. Lieber würde ich auf einen umfangreichen Stream verzichten, wenn ich dafür in einer vollen Halle sitzen kann.

Knappe acht Millionen Euro hat die Stadt Dortmund investiert, damit die Helmut-Körnig-Halle international wettkampf­tauglich ist. 4.500 Zuschauer wären gerne dabei gewesen, ging aber nicht. Ich befand mich am Wochenende in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite eine Hallen-DM mit teils wirklich starken Leistungen, auf der anderen Seite eine leere Arena und eine merkwürdige Stimmung, die über dem Ganzen schwebt. Auch die Athleten erleben diesen Zwiespalt. Zwar steht über allem die Freude und Dankbarkeit, den Beruf ausüben zu können und Wettkampf-Möglichkeiten zu erhalten – aber unter diesen Bedingungen? Bei einer Hallen-DM auf dem Weg zu den Olympischen Spielen mag das noch vertretbar sein, aber ein ähnliches Bild bei Olympia?

Ich kann mir das nicht vorstellen, und die meisten Sportler*innen, mit denen ich gesprochen habe, übrigens auch nicht. Olympisches Edelmetall heimlich, still und leise in den Katakomben abzuholen, statt es mit den Zuschauern zu feiern? Das kann nicht das Ziel sein. Meint

Jonas Giesenhagen

07.02.2021, Leichtathletik, PSD Bank indoor Meeting Dortmund 2021, Helmut Körnig Halle Dortmund 1500m, Katharina Trost,

Kein Einfluss

Köln, 16. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, in vielerlei Hinsicht sind wir in Sachen Corona-Pandemie nicht viel schlauer geworden. Etwa ein Jahr ist es nun her, als ich hier zum ersten Mal darüber schrieb. Damals war das Virus zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland angekommen, wir ahnten nicht, was uns bevorsteht. Was dann folgte, war Ungewissheit. Diese besteht bis heute noch. Worauf ich jedoch eigentlich hinaus will, ist der sportliche Aspekt während dieser Pandemie. Bestimmt erinnern Sie sich auch noch an die vielen Interviews in dieser Zeitschrift, in denen Athletinnen und Athleten davon berichteten, wie sie auf Feldwegen oder im heimischen Garten trainieren. Es ging die Angst mit einher, die Leichtathletik könnte einen Leistungseinbruch erleben. Die Sorge, einige Sportler würden in ein tiefes Loch fallen, weil sie aus ihren gewohnten Trainingszyklen gerissen wurden. Doch nichts davon ist passiert. Wenn wir eines in den letzten Monaten gelernt haben, dann, dass Leichtathleten zäh sind und sich auch durch widrigste Umstände nicht vom Erreichen ihrer Träume abbringen lassen. Es gab nicht einen Wettkampf, bei dem ein großes Leistungsloch o. Ä. festzustellen gewesen wäre. Stattdessen z. B. ein deutscher Rekord von Johannes Vetter, Glanzlichter von Deniz Almas, unserem neuen Sprintstar. So kann es auch in diesem Jahr gerne weitergehen. So wird es auch weitergehen. Und zwar schon am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften. Das Teilnehmerfeld wird etwas eingeschränkt sein, aber die Freude kann Ihnen und uns niemand nehmen! Meint

Jonas Giesenhagen

29.01.2021, Leichtathletik, world athletics indoor tour Gold 2021, Indoormeeting Karlsruhe, Europahalle Karlsruhe, , Noo

Vorreiter

Köln, 2. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, wir können alle dankbar und stolz darauf sein, was der Deutsche Leichtathletik-Verband und die Meeting-Direktoren trotz widrigster Umstände für eine Saison auf die Beine stellen.

Schon im letzten Sommer, der in der Leichtathletik aus sportlicher Sicht betitelten „Late Season“, lahmte die Leichtathletik international, während hierzulande wieder Wettkämpfe stattfanden. Wenn wir auch generell, so scheint es zumindest oft, aus der ersten Welle der Pandemie als Gesellschaft nur wenig gelernt haben, so hat der Sport die Zeit intensiv genutzt und längst wieder Flügel bekommen. Für die Austragung des Indoor-Meetings in Karlsruhe und des ISTAF in Düsseldorf waren aufwendige Hygienekonzepte nötig, doch die Veranstalter sind mittlerweile fix. Die Genehmigung geht schneller vonstatten, untereinander hilft man sich, um so eine nahezu volle Saison auf die Beine stellen zu können.

Kein Wunder, dass das auch bei den absoluten Weltstars der Branche ankommt, die sich ein Stelldichein in Deutschlands Leichtathletik-Hallen geben. Wie viel hinter den Kulissen gearbeitet wird, um all dies zu ermöglichen, bekommen wir schon kaum noch mit. So routiniert funktioniert der Austausch zwischen Veranstaltern und Behörden mittlerweile.

Schade, dass dies in anderen Bereichen der Pandemie und in unserem Alltag so längst nicht zu erkennen ist. Die Leichtathletik und auch der Sport im Allgemeinen machen ihre Sache gut. Wenn wir uns als Gesellschaft davon eine Scheibe abschneiden, können auch wir es besser machen! Meint

Jonas Giesenhagen