Category : Allgemein

13.09.2020, xkaix, Leichtathletik, Frankfurt Half Marathon Invitational 2020 emspor, v.l. Arne Gabius (TherapieReha Bot

Nicht verdient

Köln, 14. April

Liebe Leserinnen und Leser, ist das nicht ein unschöner, ja nahezu unwürdiger Abschluss der Karriere des Arne Gabius!? Ich hätte ihm die Olympia-Teilnahme sehr gegönnt. Damit möchte ich sicherlich keine anderen deutschen Athleten diskreditieren, jedoch gibt es doch in nahezu jeder Disziplin die eine Person, die gefühlt seit Ewigkeiten dabei ist und zu der man eine ganz besondere Verbindung aufgebaut hat. Dies meine ich selbstverständlich rein sportlich. Wenn ich zurückdenke, so war Gabius stets mit dabei. Erst auf der Bahn, dann später auf der Straße. Jedenfalls war und ist er das Gesicht der ­deutschen Langstrecken-Szene. Aber in Tokio wird er eben nicht dabei sein. Wirklich schade. Hatte er doch 2016 in Rio de Janeiro verletzungsbedingt absagen müssen. So bleibt seine Geschichte leider unvollendet – auch weil der 40-Jährige zu seinem Dienst als Assistenzarzt in der Kardiologie in Stuttgart am kommenden Sonntag steht. Absagen, verlegen oder einen Ersatz suchen kommt für Gabius nicht infrage. Menschlichkeit über ­seinen persönlichen Traum zu stellen, verdient höchsten Respekt. Im Alter von 40 noch mal bei Olympia teilzunehmen – es wäre ein schöner Abschluss gewesen.
Heute gilt der Dank nicht nur Gabius für eine tolle Karriere, auch bei Ihnen möchte ich mich herzlich für die reichlichen Zuschriften zum Thema „Genderfrage“ bedanken! Es hat mich gefreut zu lesen, wie viele Leser sich aktiv einschalten. Der Tenor: Sprache und Leserlichkeit vor ­Gendern. Das nehmen wir so mit! Bleiben Sie gesund, wir lesen uns kommende Woche wieder. Herzlich

Jonas Giesenhagen

Spitzenleichtathletik Luzern Lueckenkemper Gina Pinto Tatjana *** Top athletics Lucerne Lueckenkemp

Die Genderfrage

Köln, 30. März

Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, dass wir Ihnen in dieser Woche wieder eine spannende Doppelausgabe mit vielen interessanten Themen anbieten können. Unser Nachbericht von der Superspreader-EM mit einem Interview von Mateusz Przybylko, der klare Missstände des Hygienekonzeptes offenlegt, dazu ein Gespräch mit Heike Drechsler, in dem sie offen über ihre Dopingvergangenheit spricht.

Trotz der starken Inhalte soll es heute an dieser Stelle mal um etwas ganz anderes gehen: Die Genderfrage. Immer mehr Medien nehmen sich den Wünschen der Leserschaft an und gendern konsequent in Artikeln. Wie Sie sicherlich schon gemerkt haben, gibt es bei uns ganz bewusst (noch) keine festen Regeln, weil wir dies den Autor/innen selbst überlassen möchten. Die eine schreibt so, der andere so. Einige Kolleg*innen nutzen zum Beispiel ein Sternchen, andere verzichten gänzlich aufs Gendern, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen. Ich selbst halte es recht simpel und gendere im Falle einer Ersterwähnung, im fortlaufenden Text verzichte ich dann darauf.

Nicht, weil ich nicht jede/n Leser/in einzeln ansprechen möchte, jedoch, weil die vielen Sternchen und Striche den Textfluss nicht unbedingt angenehmer machen. Ich möchte Sie fragen, wie Sie zu dieser Thematik stehen! Schreiben Sie uns eine Mail an ­leichtathletik@rfw-koeln.de und erklären Sie uns, warum sie darauf bestehen, dass in Texten gegendert wird – oder eben nicht. Nach dem kleinen Grammatik-Exkurs wünsche ich Ihnen nun viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe! Bleiben Sie gesund,

Jonas Giesenhagen

2020/11/17 Tokyo, IOC President Thomas Bach visits the National Stadium (Olympic Stadium) during his 3 Day stay in Tokyo

Keine Diskussion

Köln, 16. März

Liebe Leserinnen und Leser, ein Fass aufmachen wegen Olympia? Das lassen wir vom Leichathletik-Magazin in diesem Jahr sein! Selbstverständlich nicht, wenn es um die Vergabe kommender Spiele geht, aber, wenn wir von Tokio 2021 reden. Das Internationale Olympische Komitee hat sich entschieden und wird eine Austragung gewähren. Daran habe ich keine Zweifel mehr. Gerne können wir darüber diskutieren, in welcher Form die Spiele stattfinden können, dass sie stattfinden, dürfte hingegen klar sein. Weltweit finden wieder internationale Turniere – teilweise mit Zuschauern, teilweise ohne – statt.

Der Tennis-Zirkus ist längst wieder unterwegs, die Europameisterschaft der besten Fußballer unter 21 steht in den Startlöchern, und auch die Olympia-Pläne schreiten voran. Wenn dafür die Fans draußen bleiben müssen, so wird man dies in Kauf nehmen. Die Frage, ob (einheimische) Fans vor Ort sein dürfen, soll noch im März fallen – wir dürfen gespannt sein. „Sichere und geschützte“ Spiele sollen es laut IOC-Präsident Thomas Bach werden. Ob seine Aussagen, den Athletinnen und Athleten eine Gratis-Impfung anbieten zu wollen, dabei helfen wird, bleibt abzuwarten. Die Verschiebung und die Mehrkosten durch Corona-Maßnahmen beläuft sich dabei wohl auf bis zu 2,3 Milliarden Dollar.

Nicht gerade wenig. In diesen Zeiten wohl nicht das beste Zeichen. Wie dem auch sei, es gibt kaum Zweifel an den Olympischen Spielen – zumindest nicht in Funktionärs- und Athletenkreisen. Wird schon irgendwie klappen.

Jonas Giesenhagen

Torun Polen, Athletics, Leichtathletik, European athletics indoor Championships 2021, Leichtathletik-Europa-Hallenmeiste

Kein Spektakel

Köln, 9. März

Liebe Leserinnen und Leser,
mit welchen Gefühlen haben Sie die Hallen-Europameisterschaften in Torun am Wochenende verfolgt? Schön, dass es wieder einen umfassenden Livestream gab. Schade allerdings, dass im TV kaum Bilder zu sehen waren und sich das Medienecho auch ansonsten in Grenzen hielt. Ich bin ehrlich zu Ihnen: Mein Gefühl ist, dass das Interesse an der Leichtathletik derzeit immens abnimmt. Nicht bei Ihnen, nicht bei mir, aber beim „normalen“ Zuschauer, der eben nur dann einschaltet, wenn eine Gina Lückenkemper im Finale vor 60.000 Zuschauern sprintet oder Malaika Mihambo vor einer WM- oder Olympia-Kulisse über sieben Meter springt.
Aber so eine Hallen-EM ohne Zuschauer, ohne Atmosphäre, ohne echte (TV-)Präsenz? Das lockt vielleicht uns vor den Livestream oder Ticker, mehr aber auch nicht. Ohne Zuschauer, ohne Atmosphäre gehen die Wettkämpfe einfach vorüber. Es gibt keine Hochs, keine Tiefs. Am Wochenende, so zumindest mein Gefühl, war man darum bemüht, alles möglichst glimpflich über die Bühne zu bringen und sich an alle Regeln zu halten. Das ist auch richtig so, aber wie lange kann das noch gutgehen?
Während die Menschen bei Fußballspielen vor leerer Kulisse einschalten, schalten sie bei der Leichtathletik ab. Jeder Sport, der nicht König Fußball ist, braucht Fans und Emotionen, um die Menschen daran zu binden. Bitte bald auch wieder in der Leichtathletik!

Jonas Giesenhagen

Zwiespalt

Köln, 23. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, wie haben Sie sich am Wochenende gefühlt? Vielleicht haben Sie den Live-Stream der Deutschen Hallenmeisterschaften verfolgt, vor Ort waren Sie ja dieses Mal nicht. Der Stream war wirklich gut. Mit Kommentar, aus verschiedenen Kamera­perspektiven – das gibt es sonst nicht bei einer DM in diesem Umfang. Und doch blieb immer der bittere Beigeschmack, dass dies allein der Situation geschuldet ist. Lieber würde ich auf einen umfangreichen Stream verzichten, wenn ich dafür in einer vollen Halle sitzen kann.

Knappe acht Millionen Euro hat die Stadt Dortmund investiert, damit die Helmut-Körnig-Halle international wettkampf­tauglich ist. 4.500 Zuschauer wären gerne dabei gewesen, ging aber nicht. Ich befand mich am Wochenende in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite eine Hallen-DM mit teils wirklich starken Leistungen, auf der anderen Seite eine leere Arena und eine merkwürdige Stimmung, die über dem Ganzen schwebt. Auch die Athleten erleben diesen Zwiespalt. Zwar steht über allem die Freude und Dankbarkeit, den Beruf ausüben zu können und Wettkampf-Möglichkeiten zu erhalten – aber unter diesen Bedingungen? Bei einer Hallen-DM auf dem Weg zu den Olympischen Spielen mag das noch vertretbar sein, aber ein ähnliches Bild bei Olympia?

Ich kann mir das nicht vorstellen, und die meisten Sportler*innen, mit denen ich gesprochen habe, übrigens auch nicht. Olympisches Edelmetall heimlich, still und leise in den Katakomben abzuholen, statt es mit den Zuschauern zu feiern? Das kann nicht das Ziel sein. Meint

Jonas Giesenhagen

07.02.2021, Leichtathletik, PSD Bank indoor Meeting Dortmund 2021, Helmut Körnig Halle Dortmund 1500m, Katharina Trost,

Kein Einfluss

Köln, 16. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, in vielerlei Hinsicht sind wir in Sachen Corona-Pandemie nicht viel schlauer geworden. Etwa ein Jahr ist es nun her, als ich hier zum ersten Mal darüber schrieb. Damals war das Virus zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland angekommen, wir ahnten nicht, was uns bevorsteht. Was dann folgte, war Ungewissheit. Diese besteht bis heute noch. Worauf ich jedoch eigentlich hinaus will, ist der sportliche Aspekt während dieser Pandemie. Bestimmt erinnern Sie sich auch noch an die vielen Interviews in dieser Zeitschrift, in denen Athletinnen und Athleten davon berichteten, wie sie auf Feldwegen oder im heimischen Garten trainieren. Es ging die Angst mit einher, die Leichtathletik könnte einen Leistungseinbruch erleben. Die Sorge, einige Sportler würden in ein tiefes Loch fallen, weil sie aus ihren gewohnten Trainingszyklen gerissen wurden. Doch nichts davon ist passiert. Wenn wir eines in den letzten Monaten gelernt haben, dann, dass Leichtathleten zäh sind und sich auch durch widrigste Umstände nicht vom Erreichen ihrer Träume abbringen lassen. Es gab nicht einen Wettkampf, bei dem ein großes Leistungsloch o. Ä. festzustellen gewesen wäre. Stattdessen z. B. ein deutscher Rekord von Johannes Vetter, Glanzlichter von Deniz Almas, unserem neuen Sprintstar. So kann es auch in diesem Jahr gerne weitergehen. So wird es auch weitergehen. Und zwar schon am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften. Das Teilnehmerfeld wird etwas eingeschränkt sein, aber die Freude kann Ihnen und uns niemand nehmen! Meint

Jonas Giesenhagen

29.01.2021, Leichtathletik, world athletics indoor tour Gold 2021, Indoormeeting Karlsruhe, Europahalle Karlsruhe, , Noo

Vorreiter

Köln, 2. Februar

Liebe Leserinnen und Leser, wir können alle dankbar und stolz darauf sein, was der Deutsche Leichtathletik-Verband und die Meeting-Direktoren trotz widrigster Umstände für eine Saison auf die Beine stellen.

Schon im letzten Sommer, der in der Leichtathletik aus sportlicher Sicht betitelten „Late Season“, lahmte die Leichtathletik international, während hierzulande wieder Wettkämpfe stattfanden. Wenn wir auch generell, so scheint es zumindest oft, aus der ersten Welle der Pandemie als Gesellschaft nur wenig gelernt haben, so hat der Sport die Zeit intensiv genutzt und längst wieder Flügel bekommen. Für die Austragung des Indoor-Meetings in Karlsruhe und des ISTAF in Düsseldorf waren aufwendige Hygienekonzepte nötig, doch die Veranstalter sind mittlerweile fix. Die Genehmigung geht schneller vonstatten, untereinander hilft man sich, um so eine nahezu volle Saison auf die Beine stellen zu können.

Kein Wunder, dass das auch bei den absoluten Weltstars der Branche ankommt, die sich ein Stelldichein in Deutschlands Leichtathletik-Hallen geben. Wie viel hinter den Kulissen gearbeitet wird, um all dies zu ermöglichen, bekommen wir schon kaum noch mit. So routiniert funktioniert der Austausch zwischen Veranstaltern und Behörden mittlerweile.

Schade, dass dies in anderen Bereichen der Pandemie und in unserem Alltag so längst nicht zu erkennen ist. Die Leichtathletik und auch der Sport im Allgemeinen machen ihre Sache gut. Wenn wir uns als Gesellschaft davon eine Scheibe abschneiden, können auch wir es besser machen! Meint

Jonas Giesenhagen

Official wear protective face masks as a precaution against the coronavirus, MARCH 1, 2020 - Marathon : Tokyo Marathon 2

Wiederholungsgefahr

Köln, 19. Januar

Liebe Leserinnen und Leser, ich fühle mich mehr und mehr an die Anfänge dieser Pandemie versetzt. Beobachtet man die Situation, so scheinen wir sportlich an einen Punkt zu kommen, wie wir ihn schon im letzten Jahr vorgefunden haben. Die Leichtathletik ruht zwar nicht, sie ist aber auch nicht präsent. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen sind doch irgendwie nicht das Wahre. Klar, sie sind wichtig für die Sportlerinnen und Sportler. Wichtig, um im Schwung zu bleiben und sich messen zu können. Was zählen jedoch die Siege, wenn man sie anschließend nicht mit dem Publikum zelebrieren kann?! Irgendwie nur halb so viel. Und die Situation aus Veranstaltersicht? Mehr als müßig. Für jeden Wettkampf müssen eigene Konzepte entwickelt werden, die Abstimmung mit Behörden und Ämtern kann sich ziehen. Ein Lob für jeden Ausrichter, der das auf sich nimmt. Dennoch auch Verständnis für jene, die das nicht stemmen können oder wollen. Manchmal, so hat man den Eindruck, kommt es einem doch so vor, als hätte unsere Gesellschaft nur wenig gelernt in den letzten Monaten. Die Hoffnung darauf, dass in diesem Jahr alles wieder einigermaßen normal wird, hat sich zerschlagen. Aber eins ist anders: Nachdem im ersten Lockdown Sport und Live-Events völlig unwichtig erschienen, ist meine Lust darauf jetzt größer denn je. Ich denke, es ist die Sehnsucht. Also heißt es zusammenstehen, auf dass wir diese Sehnsucht noch in diesem Jahr befriedigen können. Und – das bleibt das Wichtigste – auf gute Gesundheit!

Jonas Giesenhagen

November 17, 2020, Tokyo, Japan: International Olympic Committee (IOC) president Thomas Bach wearing a face mask gestur

Ausgeblendet

Liebe Leserinnen und Leser, auch wenn nun schon zwei Wochen vergangen sind, wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Jahr!

Ich hoffe, Sie sind unter den besonderen Umständen gut in das Jahr 2021 gestartet. Kaum vorstellbar, dass in der aktuellen Situation große Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele über die Bühne gehen können. Zumindest aus Laiensicht. Die Experten des IOC scheinen aber eine ganz andere Meinung zu haben. Insbesondere Präsident Thomas Bach, der Meister darin, Kritik von sich abprallen zu lassen. Immer, wenn ich an den 67-Jährigen denke, kommen mir sofort die Worte eines ehemaligen Arbeitskollegen in den Sinn, der Bach jahrelang begleitete. Er verpasste ihm den Spitznamen „Teflon-Meister“, weil Kritik an Bach abperlt, wie Schmutz an einer Teflonpfanne.

Doch natürlich muss man sich gleichermaßen vor Augen führen, dass der IOC-Präsident keine leichte Aufgabe innehat. Viele Hürden wurden dem ehemaligen Fecht-Olympiasieger in seiner ersten Amtszeit gestellt, in seiner zweiten werden es nicht weniger sein. Darüber, dass er im März wiedergewählt wird, dürfte es keinen Zweifel geben. Zumindest innerhalb des IOC steht man zu seinem Präsidenten. Im Sinne des Sports können wir nur hoffen, dass nicht wieder ein Tauziehen um die Olympischen Spiele beginnt. Genau dies könnte aber passieren. Mit vorzeitigen Entscheidungen hat das IOC ja schon 2020 nicht geglänzt. Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass 2021 doch noch eine positive Wendung nimmt.

Jonas Giesenhagen

 

Roma , Leichtathletik, Track&Field, World athletics Meeting, Wanda Diamond League Roma, 2020, 17.09.2020, Olympia Stadio

(K)ein gutes Jahr

Köln, 15. Dezember

Liebe Leserinnen und Leser, bald ist Weihnachten. Keine Zeit für Kritik. Daher will ich auch im letzten Editorial des Jahres nur das Positive herausheben.

Natürlich war das Gesamtjahr nicht, wie oben geschrieben, ein gutes. Ganz im Gegenteil. Es sind Menschen gestorben, wir wurden von einer Pandemie überfallen, die wir nicht mehr im Griff haben. Es war ein schlechtes Jahr. Und doch ein gutes. Zumindest sportlich. All das ist in dieser schwierigen Zeit nicht wichtig. Sportveranstaltungen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Mag ja auch stimmen, aber eben nur zum Teil. Denn nicht nur wir Zuschauer und Beobachter sind froh darüber, wenn uns der Sport in Zeiten wie diesen ablenkt, auch die Sportlerinnen und Sportler brauchen Bahn, Speer, Diskus und Co.

Die Leichtathletik hat sich 2020 als Krisenmanager gezeigt. Hätten die Konzepte, wie sie beispielsweise bei den Deutschen Meisterschaften angewandt worden waren, in unserer Bevölkerung umgesetzt werden können wie im Sport, dann hätten wir heute kaum noch Neuinfektionen. Der Sport war so viel mehr in diesem Jahr als nur Sport. Er gab Halt, Kraft und Zuversicht. Er stand symbolisch dafür, dass auch in harten Zeiten Lösungen gefunden werden und es immer irgendwie weitergeht.

Der Sport kann uns nicht aus der Pandemie führen, das können nur wir. Und trotzdem war er wichtig. Zum Abschluss dieses Jahres möchte ich mich daher bedanken: Bei all denen, die dafür gesorgt haben, dass es Wettkämpfe gab, dass eine „Late Season“ über die Bühne gehen konnte. Danke für etwas Halt in dieser Zeit!